Vorgeschichte & Entwicklung des Bauhauses

1870-1895 USA

die amerikanische Industrie begann Gebrauchsgeräte zu entwickeln, die nicht etwas darstellen, vielmehr ganz einfach ihren Zweck erfüllen sollten; die entstehende Zweckarchitektur bringt zunächst Brücken, Silos und Lagerhallen hervor. nach dem Brand Chicagos 1871 machten sich Henry H. Richardson und Luis Sullivan die Errungenschaften der Techniker zunutze - wesentliche Veränderungen am Baukörper fanden statt. da von einem Eisenskelett getragene Bürohaus taucht erstmals auf. (F. L. Wright war Schüler Sullivans)

1894 Wien

Otto Wagner fordert in seiner Antrittsrede an der Wiener Kunstakademie, dass sich die neue Architektur von jeder Imagination freimachen und die modernen technischen Errungenschaften berücksichtigen muss.

1900

der Jugendstil gewinnt Bedeutung auch durch d. Kunstgewerbeschule in Weimar unter der Leitung Henry van de Veldes; die Entdeckung von Eisen & Glas führen zu einem neuem Raumgefühl.

1907

Gründung des deutschen Werkbundes unter der Führung von A wie Gropius, Muthesius, Theodor Fischer sowie von Industriellen und Schriftstellern, mit dem bemühen, vor allem die in England heran gereiften Reformideen in die Praxis zu tragen; Gründung der "Wiener Werkstätte"

Peter Behrens wirkt ab 1907 bei AEG Berlin als künstlerischer Berater in der Geräteproduktion

1908

Adolf Loos veröffentlicht „Ornament und Verbrechen“, in dem er das Ornament als Überbleibsel barbarischer Gewohnheiten ansieht und verlangt, dass Architektur und Kunsthandwerk davon befreit werden müssen.

1909

Bau der AEG Turbinenhalle in Berlin; im Büro von Behrens arbeiteten unter anderem Gropius, Mies van der Rohe & Adolf Meyer

1911

Bau der Faguswerke in Alfeld unter Walter Gropius & Adolf Meyer

1914

zur Werkbundausstellung in Köln errichtet Gropius ein „Bürohaus“ und eine „Maschinenhalle“

1917

Gründung der Gruppe „de Stijl“ in Leiden/Holland

1918

Konstituierung der „Novembergruppe“, die Kunst und Volk verschmelzen will

1919

Eröffnung des staatlichen Bauhauses in Weimar unter Walter Gropius, Berufung von Lyonel Feininger, Gerhard Marcks, Johannes Itten

1920

Berufung von Georg Muche, Oskar Schlemmer, Paul Klee; erste Angriffe rechtsradikaler und bürgerlicher kreise gegen das Bauhaus.

1921

Berufung Lothar Schreyers; Errichtung der ersten Werkstätten. Alfred Arndt beginnt als Studierender seine Bauhaus-Karriere.

1922

Berufung Wassily Kandinskys. Erste Ausstellungen in Weimar und Calcutta. erster internationaler Konstruktivisten-Kongress in Weimar

1923

Itten & Schreyer quittieren. Berufung Laszlo Maholy-Nagys; Josef Albers wird zum ersten „Jung-Meister“ berufen. Bauhauswoche mit Theater, Vorträgen, Musik / Gäste wie Marc Chagall, Piet Mondrian, Albert Einstein

1924

Konzeption der Bauhausbücher. Drastische Kürzung des Bauhausetats durch rechtsextremistische Mehrheit im thüringischen Landtag; Kündigung der Verträge der Bauhaus-Meister; Auflösung des Bauhauses zum 31. März 1925 durch Bauhaus-Meister

1925

Übersiedlung nach Dessau; Baubeginn des Bauhaus-Gebäudes und der Meisterhäuser; ausscheiden der Handwerks-Meister; Jung-Meister übernehmen. Alfred Arndt wird als Studierender von Walter Gropius freigestellt, um eines der bedeutendsten Bauhaus-Ensembles Thüringens zu errichten und komplett im Sinne des Bauhauses auszustatten:

1926

Vollendung der Meisterhäuser; staatliche Anerkennung als Hochschule für Gestaltung

1927

Berufung von Hannes Meyer als Leiter der neuen Architektur-Abteilung; mit ihm kommt Hans Wittwer; Muche quittiert.

1928

Gropius verlässt das Bauhaus - arbeitet künftig als Architekt in Berlin. Breuer, Maholy-Nagy & Bayer folgen; Hannes Meyer wird neuer Direktor des Bauhauses

1929

Berufung von Alfred Arndt zum bh-Meister der Ausbauwerkstatt; Berufung von L. Hilbersheimer & W. Peterhans; Einrichtung autonomer Malklassen, Tournee der bh-Bühne, bh-Wanderausstellung

1930

zunehmende Schwierigkeiten durch durch Politisierung der bh-Tätigkeiten; Hannes Meyer scheidet aus; Mies v. d. Rohe wird Direktor

1931

Straffung des Ausbildungsprogramms. Beteiligung an der Berliner Bauausstellung

1932

Berufung Lilly Reich. NS-Mehrheit des Gemeinderats beschließt Auflösung des Bauhauses. Verlegung nach Berlin in die Telefonfabrik Alfred Arndt scheidet aus.

1933

Notlage durch Zahlungsstopp. Besetzung des Gebäudes durch Polizei und SA.


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