Franz Itting

(* 11. September 1875 in Saalfeld/Saale; † 21. Mai 1967 in Ludwigsstadt)

Franz Itting war Unternehmer und Industriepionier. Er gründete ein Elektritätswerk, das über 100 Gemeinden mit Strom versorgte. Bekannt wurde Franz Itting aus Probstzella aber durch sein soziales Engagement: Der Sozialdemokrat baute das "Haus des Volkes" und kümmerte sich um das Wohl der Arbeiter und Angestellten. Als Sozialdemokrat wurde er von den Nationalsozialisten als "Roter Itting" angefeindet, verhaftet und ins KZ gebracht. Nach dem Krieg feindeten ihn die Kommunisten als "Kapitalisten"an. 1948 wurde er erneut verhaftet, sein Eigentum enteignet. 1950, nach der Entlassung aus dem Gefängnis, siedelte er mit seiner Familie ins bayrische Ludwigsstadt über.

2002 griff der Journalist Roman Grafe die Geschichte des „unter beiden Diktaturen“ verfolgten Industriellen auf und schilderte sie in dem Buch Die Grenze durch Deutschland (Studienausgabe, Siedler 2005). Drei Jahre später entstand von dem gleichen Autor der Dokumentarfilm Mehr Licht. Das Lebenswerk des Franz Itting (D 2005). Dieses Werk ist nicht nur die Biografie eines "Großen Deutschen". Es ist ein anschauliches Geschichtsbuch, das auch neuen Generationen einen Eindruck vermittelt, was es heißt unter Diktaturen zu Leben.


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